Mit Sicherheit mehr Vergnügen bietet dieses "Traummodell" mit seiner erlesenen Architektur und seinem ebenso ausgefallenen Design. Beide verheißen Kraft und Dynamik, während die Modernität des 607 in einigen besonderen Attributen zum Ausdruck kommt. Die aktuellen Stilelemente der Limousine finden sich in der Linienführung der Motorhaube, der Scheinwerferpartie und dem breiten Lufteinlass in der Frontschürze mit Zusatzscheinwerfern an beiden Enden wieder. Aber auch die Ausführung der Heckleuchten und der oberen Partie der Heckklappe sind "typisch 607".

Diese Neuerscheinung im Kreise der Roadster zeichnet sich durch die originelle Gestaltung der Einstiegs- und Fenstereinheit aus. Sie besteht aus einem wärmeisolierenden Glaskuppeldach mit integrierter wasserabweisender Windschutzscheibe, fensterlosen Türen und Heckscheibe, alle mit Schiebemechanismus. Die Heckscheibe lässt sich durch eine einfache Drehung sogar völlig versenken, wenn man gerne offen fahren möchte. Das "Coupé-Cabriolet" inspiriert sich an einer Fahrkultur, wonach eine sportliche Karosserie sich von anderen durch "athletische" Proportionen unterscheidet.

Dazu zählt die langgezogene Motorhaube, unter der sich das vorn längs eingebaute Antriebsaggregat verbirgt, ebenso wie die Fahrgastzelle, in der zwei Personen in bewusst nach hinten gelegten Sitzen Platz finden.Diese Grundvorstellung findet sich auch im Styling der großen, zentral mit einer Mutter befestigten Räder bis hin zum Design der Reifenlauffläche verwirklicht...

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft vereinen sich in einer Stilstudie, in die sich jüngste technische Errungenschaften wie Einschalen-Kohlenstoffkarosserie, Multiplexing oder verstellbares Abblendlicht logisch einfügen. Der Sechszylinder V-Motor des 607, ein neuartiges Fahrwerk mit Doppeldreieckslenker und Ausschlagbegrenzern vorn und ein verformbarer Hinterachsträger  zeugen vom modernen Konzept dieses einzigartigen Modells, das sehr gut auf der Straße liegt.   

Der 607 Féline ist 4,07 m lang, 1,88 m breit und 1,19 m hoch. Sein Radstand von 2,58 m sorgt für extrem kurze Überstände. Sie verstärken den dynamischen Charakter des rund 875 kg schweren Fahrzeugs. Die vakuumgefertigte selbsttragende Kohlenstoffkarosserie setzt sich aus wabenförmigen Platten zusammen, wie sie in der Luftfahrttechnik verwendet werden. Sie ist vorn mit dem Tragwerk verbunden, umfasst Fahrgastzelle und Hauptaufbau und schließt genau vor der Hinterachse ab. Ein starrer, nicht mit der Glaskuppel verbundener Überrollbügel trägt zur Steifigkeit der Gesamtkonstruktion bei.

Der echte Zweisitzer ist mit einem vorn längs eingebauten tragenden Antriebsaggregat ausgerüstet, dessen mechanisches  Fünfgang-Getriebe vor dem Motor liegt. Der Sechszylinder 60° V-Motor mit 2946 cm³ leistet 152 kW (210 PS) und verfügt über eine variable Einlasssteuerung, vier obenliegende Nockenwellen und vierundzwanzig Ventile. Diese mechanische Anordnung bewirkt kaum polare Trägheit und eine nahezu gleichgewichtige Verteilung der Massen zwischen Vorder- und Hinterachse. Das gesamte Antriebsaggregat ist direkt an der Kohlenstoffkarosserie befestigt.

Das Getriebe kann mit einem gesteuerten Differential ausgerüstet werden. Die Getriebegehäuse tragen die vorderen Achshälften. Jede Hälfte besteht aus zwei übereinanderliegenden Dreieckslenkern, einem Lenker mit Ausschlagbegrenzer und ist über ein Federbein mit der Zahnstangenlenkung verbunden. Die ebenfalls direkt mit der Karosserie verbundene Hinterachse besteht aus einem platzsparenden verformbaren Querträger, zwei Längs- und Horizontallenkern, einem Panhardstab und einem Federbein je Seite.

Die Bremsen sind mit Scheiben aus Kohlenstoff von 355 mm Durchmesser und 30 mm Stärke bestückt, die Brembo-Bremssättel mit vier Kolben. Die zentral mit einer Mutter befestigten Leichtmetallfelgen sind mit Michelin Pax-Reifen ausgerüstet, mit denen man auch bei totalem Luftverlust noch fahren kann. Der Reifen hat einen speziellen Wulst, der äußere Durchmesser beträgt 730 mm bei einer Laufflächenbreite von 245 mm.

Weitere Stilelemente dieses extravaganten Modells sind die Scheinwerfer, für deren innovative Konzeption der PSA Konzern das Patent hält. Das Abblendlicht setzt sich aus neun Prismen zusammen, die sich je nach Einschlaggeschwindigkeit und -winkel des Lenkrades und nach der Fahrzeuggeschwindigkeit verstellen. Die Prismen werden über Glasfaserkabel versorgt, deren Lichtquelle aus platzsparenden Gründen versetzt zu den Scheinwerfern angeordnet ist. Die vorderen Blinker bestehen aus je drei Leuchtstäben, deren Lichtquelle an ihrem jeweiligen Ende sitzt.

Mit den Zusatzscheinwerfern könnten mittels "Schwarzlicht" die Fahrbahnmarkierungen besser ausgeleuchtet werden. Für das Fernlicht sorgen zwei Parabolbreitbandscheinwerfer mit zwei H7-Glühlampen.  

Zum Einsteigen gleiten die Schiebetüren fast vollständig in die vorderen Kotflügel hinein, während gleichzeitig die Windschutzscheibe auf dem breiten Rahmen zwischen Fahrgastzelle und Motorhaube um 50 cm nach vorn und die hintere Glaskuppel um 12,5 cm nach hinten fährt. Um die Sitzbezüge zu schonen, lassen sich die Sitzflächen beider Sitze hochklappen und geben eine Trittfläche frei. Die Windschutzscheibe lässt sich nach Wunsch längs verstellen, ebenso die hintere Glaskuppel, die sogar in einer geschlossenen Aufnahme zwischen Fahrgastzelle und Kofferraum komplett versenkt werden kann.

Da Kardanwelle, Aufhängung und sperriges Ersatzrad in diesem Bereich fehlen, wurde Platz im Kofferraum gewonnen. Man hat die Wahl, im ganz oder teilweise geschlossenen oder aber im offenen Fahrzeug zu fahren. Über eine Fernbedienung, die auf ein intelligentes elektronisches Steuergerät wirkt, lässt sich diese Verwandlung vollziehen.

Die Multiplexing-Technik sorgt für die Koordinierung der verschiedenen Bedienungsschritte, während Sicherheitsvorrichtungen sowohl den Benutzer als auch die Öffnungs- und Schließmechanismen schützen. Einsteigen auf eine etwas andere Art und fahren je nach Wetter, Lust und Laune, heißt die Devise bei diesem Modell. 

Der 607 Féline bietet zwei Personen in seinem Inneren Platz. Die beiden Sitze sind verstellbar - obwohl in die Karosserie integriert - und wie die gesamte Fahrgastzelle mit rotem Leder bezogen. In dem schlicht gestalteten Armaturenbrett befinden sich hauptsächlich zwei runde Anzeigeinstrumente, die von der automatischen Klimaanlage getrennten Bedienungselemente und ein an die Verwandtschaft mit der 607 Limousine erinnerndes Bedienungsfeld in der Mitte. Pedalwerk und Lenkrad sind verstellbar. Über die Fernbedienung lassen sich gegebenenfalls auch Autoradio und Telefon bedienen. Sie kann in einem Staufach mit Deckel zwischen den beiden Sitzen abgelegt werden.