Unser kleines Städtchen befindet sich im schönen Sachsen-Anhalt im Landkreis Bitterfeld. Das Ortsbild unserer Stadt zeigt einen gewissen kleinstädtischen Reiz. Charakteristische Merkmale sind die Mulde und die Auenlandschaft, von der Jeßnitz umgeben ist.

Zu den Wahrzeichen der Stadt gehören historische Bauten wie das Rathaus und die St. Marienkirche, das Postgebäude und das Schulgebäude im Stadtkern sowie die Muldebrücken.

Der Salegaster Forst zwischen Jeßnitz und der Gemeinde Greppin umfaßt eine Fläche von insgesamt 250 Hektar. Er ist der größte zusammenhängende Laubwald im Landkreis Bitterfeld. In seiner Fauna und Flora beherbergt er zahlreiche Raritäten und er ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

 


Das ausgedehnte Wald- und Seengebiet zwischen Elbe und Mulde - der Naturschutzpark Dübener Heide - befindet sich unmittelbar vor den Toren der Stadt Jeßnitz und die Kurorte Bad Schmiedeberg, Bad Düben, das typische Heidedorf Burgkemnitz, die alternative Kulturinsel Halle und die Orangerie Oranienbaum sind beliebte Ausflugsziele. Auch andere kulturhistorische Orte, wie der Wörlitzer Park, das Bauhaus Dessau, Schloss Mosigkau in Dessau oder die Galerie Moritzburg in Halle sind von Jeßnitz schnell und leicht zu erreichen.

Und noch etwas Interessantes gibt es aus der Umgebung von Jeßnitz zu berichten:

Einige Produkte aus der benachbarten Industriestadt Wolfen haben kulturhistorischen Wert. Die in den 20er Jahren geschlossenen Greppiner Werke produzierten Rot- und Gelbklinker, die in alle Welt exportiert wurden. Das Rote Rathaus in Berlin, ein Bahnhof in Paris, der Hauptbahnhof in Rom und etliche Bürgerhäuser - vor allem in Berlin - zeugen vom Kunstverstand dieser Region. Einige Wohnhäuser in Jeßnitz, gebaut aus gelben Greppiner Klinkern gehören zum Bild dieser Stadt. Durch massive Industrieansiedlungen in Bitterfeld und Wolfen wurde auch Jeßnitz mehr und mehr zur Arbeiterwohnsitzgemeinde. Eine verfehlte Wohnungsbaupolitik der vergangenen Jahrzehnte hatte einen permanenten Rückgang der Bevölkerung zur Folge.

Heute ist der alte Jeßnitzer Stadtkern Schwerpunkt eines Sanierungskonzeptes mit dem Ziel, architektonisch wertvolle Bausubstanz soweit wie möglich zu erhalten und ein reizvolles kleinstädtisches Klima zu schaffen.

In der Stadt gibt es zahlreiche Unternehmen des Handwerks, des Handels und der Dienstleistungen, die für städtischen und wirtschaftlichen Aufschwung sorgen.

Von der Ansiedlung der BAYER AG auf einem Industriegelände zwischen Jeßnitz und Greppin sowie vom Industriepark Wolfen-Thalheim wird auch Jeßnitz längerfristig wirtschaftlich profitieren. Die Stadt hat einen direkten Anschluß an das Netz der Deutschen Bahn AG und eine nur 10 Kilometer entfernte Anbindung an die Bundesautobahn 9 nach Nord und Süd.

In Jeßnitz gibt es drei Arztpraxen für Allgemeinmedizin, eine Kinderarztpraxis, zwei Zahnarztpraxen sowie eine physiotherapeutische Einrichtung. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt kann auf ein 132-jähriges Bestehen zurückblicken.

In mehreren städtischen Kindereinrichtungen können Eltern ihre Kinder von ausgebildetem Fachpersonal betreuen lassen. In der Stadt gibt es eine Grundschule und eine Sekundarschule. Im benachbarten Wolfen stehen mehrere Gymnasien zur Verfügung.

Für Sport- und Kulturinteressierte bietet die Stadt Jeßnitz vielfältige Möglichkeiten.In den vergangenen Jahren wuchs durch die Neugründung vieler Vereine besonders das Angebot für Sportbegeisterte.

Der aktive Wassersport auf der Mulde war jedoch schon vor der Umbruchszeit überregional imageprägend für die Stadt. Am Muldeufer zwischen Jeßnitz und dem Ortsteil Roßdorf befindet sich das gut ausgestattete Bootshaus des KanuClubs Jeßnitz Anhalt e.V.

Ebenfalls steht eine städtische Turnhalle mit gastronomischer Einrichtung und Sportplatz für die Sportvereine zur Verfügung. Sie wird derzeit auch für andere kulturelle Veranstaltungen der Stadt, der Verwaltungsgemeinschaft oder der Vereine genutzt. In Jeßnitz gibt es außerdem zwei Anglervereine, einen Kegelverein, eine Frauengymnastikgruppe, einen Chor, Judoclub, Badmintonclub, Schachclub, einen Heimatverein, einen Spielmannszug, die Clubgemeinschaft des Kulturbundes, mehrere Kleintierzuchtvereine, Gartenvereine, die Arbeiterwohlfahrt und einen Reitsportverein.


In Entfernungen von 10 - 15 Kilometern befinden sich die Reit- und Segelflugplätze Renneritz, Radegast, Löbnitz und Oppin. Segeln und Surfen sind auf dem nahen Muldestausee, auf dem Bergwitzsee und auf dem Sandersdorfer See möglich. Diese Gemeinden haben außerdem idyllische Campingplätze mit Freizeiteinrichtungen und gastronomischer Versorgung geschaffen.
Die Jeßnitzer Aue - das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet im Landkreis Bitterfeld - lädt zu Wanderungen ein. Zahlreiche Tierarten haben hier ihr Zuhause. So gibt es beispielsweise einen reichhaltigen Bestand an Bibern.

Ein typischer Vertreter des Jeßnitzer Auenwaldes - der Braunbär. Hier zu sehen beim Lachsfangen. Spaß beiseite - dieses Exemplar lebt in Kanada. Jedoch war Jeßnitz früher für seinen reichhaltigen Lachsbestand in der Mulde bekannt.

Im Ratssaal des Jeßnitzer Rathauses wurde 1991 eine ständige kleine Galerie eingerichtet. Namhafte Künstler aus Ost- und Westdeutschland haben bereits hier ihre Arbeiten gezeigt und sich den Fragen eines interessierten Publikums gestellt.

Das Freizeitzentrum in Jeßnitz ist beispielgebend für Umwelterziehung in den neuen Bundesländern. In unterschiedlichen Arbeitskreisen haben Kinder und Jugendliche hier die Möglichkeit, Natur zu erforschen und zu erleben. Diese Einrichtung bietet auch Übernachtungsmöglichkeiten mit Verpflegung für Besucher an.

Im Ortsteil Roßdorf - einem Ort im Grünen - plant die Stadt den Bau von Eigenheimen. Außerdem bietet die Umgebung des Ortes mit seiner Muldeniederung Erholungssuchenden und Spaziergängern reizvolle Natureindrücke.

Im Zuge der kommunalen Verwaltungsreform in Sachsen-Anhalt wurde Ende des Jahres 1993 die Verwaltungsgemeinschaft Jeßnitz-Bobbau gebildet. Bobbau, eine kleine Gemeinde im Landkreis Bitterfeld mit 1280 Einwohnern, liegt am westlichen Rande des Muldetales in unmittelbarer Nachbarschaft von Jeßnitz. Der Ort wurde vor ca. 600 Jahren erstmals urkundlich erwähnt. Charakteristisch für Bobbau sind die teilweise noch erhaltenen fränkischen Bauernhöfe, die neugotische Kirche und der 1927 eingeweihte Wasserturm. Bereits im Jahre 1867 wird Bobbau als ein in Jeßnitz eingepfarrtes Kirchdorf beschrieben und so begründet sich auch aus der Vergangenheit heraus eine enge Zusammengehörigkeit der beiden Orte. Nach diesem Zusammenschluss hat eine neue Aufbauphase begonnen und es gibt genug Gründe optimistisch zu sein.

Quelle: Amt für Öffentlichkeitsarbeit der VG Jeßnitz-Bobbau