Der Altjeßnitzer Irrgarten
Der Altjeßnitzer Irrgarten steht mit seinem meisterlichen Entwurf und seiner kunstvollen Ausführung wohl einzig da: doch ist die Idee solcher Anlagen in der Baukunst wie in der Gartenarchitektur recht verbreitet und uralt, so dass man in aller Welt und zu allen Zeiten Parallelen zu diesem heimatlichen Kleinod finden kann.
Schon seit Jahrtausenden beschäftigt sich der Geist des Menschen mit Labyrinthen und Irrgärten. Sie werden in den weitaus meisten Fällen ursprünglich kultischen Zwecken gedient haben. In der Barock- und der Rokokozeit standen die Irrgärten ganz im Zeichen weltlicher Lebensfreude und galanten Zeitvertreibs. Sie wurden als besondere gärtnerische Leckerbissen in feudale Parks eingefügt. Dies gilt auch für den Altjeßnitzer Irrgarten, welcher vor etwa 250 Jahren zur Belustigung der Freiherren Leopold-Nikolaus von Ende im Schlossgarten von Altjeßnitz angelegt wurde.


ACHTUNG:
Der Park mit Irrgarten wird bis Frühjahr 2005 umfangreichen Sanierungsarbeiten unterzogen.
Beachten Sie bitte die Meldungen auf der offiziellen Website des Parks

http://www.altjessnitz.de
 

Heute ist die Zahl der nennenswerten Irrgärten nicht mehr allzu gross. In der näheren Umgebung verdient nur noch Dessau-Mosigkau erwähnt zu werden. Mehrere schöne Anlagen gibt es in Süddeutschland, ferner befindet sich ein bedeutendes Gartenlabyrinth in Stra (zwischen Venedig und Padua) und eines auf der schwedischen Insel Gotland.
Die 250 Jahre alte Altjeßnitzer "Irre" ist etwa 2500 Quadratmeter gross. Ihre Wege verzweigen sich so sinnreich, dass man nirgends umzukehren braucht - es sei denn, man hätte den erstrebten Mittelpunkt erreicht. Hier gilt es auf eine Kanzel zu steigen, von deren Höhe man einen Überblick über das gesamte Wegnetz hat. Die Gänge sind in 1,50 m Breite und die Weissbuchenhecken in 75cm Stärke angelegt. Die Hecken werden auf einer Höhe von ca. 2,50 m Höhe gehalten.

Nach dem letzten Krieg wurde der Garten radikal verjüngt. Nachpflanzungen und Verdrahtungen werden fortlaufend vorgenommen. Der Irrgarten ist ein Denkmal der Landschafts- und Gartengestaltung. Beachtlich ist auch der Baumbestand des Parks. Der Eingang wird von zwei gewaltigen Blutbuchen beschattet. Weiterhin reckt sich eine imposante morgenländische Plantane in die Höhe. Trotz des sehr hohen Alters haben sich die aus dem Mittelmeerländern stammenden Edelkastanien, der aus Nordamerika stammende Trompetenbaum und der ebenfalls dort beheimatete Tulpenbaum recht gut erhalten. 

 

Das Altjeßnitzer Schloss gegenüber vom Irrgarten.

Auf der Südseite des Parks liegt die bemerkenswerte romanische Kirche, ein ehemaliges Franziskanerkloster, welches Anfang des 12. Jahrhunderts errichtet wurde.

Der Plan des Irrgartens in Altjeßnitz

Na, den Weg zum Mittelpunkt schon gefunden? Wenn nicht, gibt es hier eine grössere Karte mit dem richtigen Weg zum Ziel.

Die Mutigen versuchen es natürlich erst einmal ohne eine Karte. Doch Vorsicht: Es soll schon einmal jemand in dem Park verhungert sein, weil er nicht mehr hinausfand...


Wie kommt man zum Irrgarten?

Eigentlich ganz einfach. Wenn Sie auf der A9 aus Richtung Berlin kommen, nutzen Sie die AS Dessau-Süd. Fahren Sie Richtung Wolfen, folgen Sie in Bobbau der Ausschilderung nach Jeßnitz. In Jeßnitz immer auf der Hauptstrasse bleiben. Am Ortsausgang hinter den Muldebrücken der Ausschilderung zum Irrgarten folgen.

Kommen Sie auf der A9 aus Richtung Nürnberg, können Sie die AS Wolfen nutzen. Fahren Sie in Richtung Wolfen, folgen Sie der Hauptstrasse in Richtung Dessau. In Bobbau folgen Sie der Ausschilderung nach Jeßnitz. Durch Jeßnitz fahren und wie oben beschrieben weiter nach Altjeßnitz.

Von beiden Anschlussstellen aus sollten Sie in ca. 20 min am Irrgarten sein.

 

ACHTUNG:
Der Park mit Irrgarten wird bis Frühjahr 2005 umfangreichen Sanierungsarbeiten unterzogen.
Beachten Sie bitte die Meldungen auf der offiziellen Website des Parks

http://www.altjessnitz.de